Heimische Fotosafari

Vor einigen Wochen war ich auf heimischer Fotosafari mit Torsten Reuter. Unser Ziel: die Kraniche im Rehdener Geestmoor und der näheren Umgebung, bis hin zum Dümmer. Wir fuhren früh los, um den Aufbruch der Tiere in die umliegenden Futtergebiete nicht zu verpassen. Ein faszinierendes Ereignis.

Rehdener Geestmoor

Das Rehdener Geestmoor ist ein klassisches Hochmoor, wie wir es alle kennen und Teil der Diepholzer Moorniederung im Naturpark Dümmer. Das Gebiet umfasst 1.786 ha, wovon 1.157 ha als Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden.

Im Schutze dieses Moores verbringen Tausende und Abertausende von Kranichen, Gänsen und anderen Wasservögeln die Nacht. Doch sobald die Sonne aufgeht, setzt sich ein riesiger Schwarm in Bewegung. Die Tiere fliegen die umliegenden Wiesen und Felder zur Nahrungsaufnahme an, fressen sich satt und kehren bei Sonnenuntergang wieder zurück ins Moor zu ihren Schlafstätten.

Leider hatten wir wenig Glück in die Nähe von Kranichen zu kommen. Eine Fluchtdistanz von gut 300 Metern und mehr, macht Porträtaufnahmen dieser majestätischen Vögel nahezu unmöglich. In den Maisfeldern ringsherum wollten wir uns wegen der Temperaturen nicht auf die Lauer legen, zumal ich auch mit einer Erkältung zu kämpfen hatte.

Oppenweher Moor

Das Oppenweher Moor ist ebenfalls Teil der Diepholzer Moorniederung. Es ist mit rund 870 ha nur etwa halb so groß wie das Rehdener Geestmoor und liegt auf der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Hier hatten wir leider noch weniger Glück. Alle Vögel waren bereits ausgeflogen. Nur ein einsamer Zwergtaucher fischte in einem kleinen Moorteich vor uns nach Fischen.

Dümmer

Der Dümmer See ist ein 12,4 km² großer See mit einer maximalen Tiefe von 1,5 Metern. Er ist damit der 2. größte See in Niedersachsen, nach dem Steinhuder Meer. Frisches Wasser bezieht er aus der Hunte, die durch ihn hindurch, quer durch Niedersachsen, bis nach Oldenburg fließt und schließlich in die Weser mündet.

In den Wiesen rings um den Dümmer haben wir kaum Kraniche angetroffen. Dafür aber allerlei andere Vögel wie Mäusebussard, Turmfalke, Silberreiher, diverse Gänsearten, Star, Kiebitz, diverse Schnepfenvögel die ich aufgrund der Entfernung nicht näher bestimmen konnte und Schwäne. Leider bekamen wir die dort angesiedelten Seeadler nicht zu sehen.

Zeitachse_20171030

Die Tour zum Naturpark Dümmer hat mir, obwohl ich nicht ganz auf der Höhe war, sehr viel Spaß gemacht. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Die Landschaft ist wunderschön und die Tierwelt artenreich. Wenn man sich ein wenig auf die Lauer legt, bekommt man bestimmt noch viel, viel mehr zu sehen. Und da wir dort oben Verwandschaft haben, ist es auch gut möglich, dass ich demnächst häufiger mit der Kamera im Gepäck ins Moor fahren werde.

Die Fotos im Album sind teilweise geschnitten und ein bisschen mit Google Photos bearbeitet. Insgesamt aber kaum verändert. Beim Upload von Serienbildern entsteht automatisch ein animiertes GIF. Diese habe ich am Ende des Albums gesammelt.

2 Kommentare zu „Heimische Fotosafari

  1. Hab die Tage auch eine „Himmelsversammlung“ beobachtet. Freu mich schon, wenn die Tiere zurück kommen.

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    1. Ohja, darauf freue ich mich auch. Ich werde bestimmt wieder mit der Kamera hinterherfahren.

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