Kefir

Die gesunde Knolle aus dem Kaukasus. Seit einigen Wochen mache ich mir mein eigenes Sauermilchgetränk. Dabei entsteht aus Milch, durch die Zugabe einer Kefirknolle, nach mindestens 24 Stunden, durch Fermentation wie durch ein Wunder Milchkefir.

Der Ansatz

Es gibt verschieden Ansätze seinen eigenen Kefir herzustellen. Je wärmer das angesetzte Gemisch lagert, desto säuerlicher, je kälter, desto hefiger schmeckt es. Außerdem enstehen bei der Fermentation Kohlensäure und Alkohol. Hier gilt die Regel: je kälter und länger, desto mehr. Allerdings liegt der Alkoholgehalt auch nach 48 Stunden nur bei rund 2 Prozent. Nicht viel, aber trockene Alkoholiker sollten das wissen.

Wenn man seinen Kefir hegt und pflegt, hat man sehr lange etwas davon. Er wächst und gedeiht unter guten Bedingungen prächtig. So habe ich mal mit 4 Gramm angefangen – diese Menge reicht für einen viertel Liter Milch. Nachdem er auf 16 Gramm angewachsen war, habe ich die Hälfte einer Kollegin abgegeben. Heute, nur fünf Wochen später, habe ich über 60 Gramm Zuhause.

Das Experiment

Das Endprodukt Milchkefir schmeckt immer nur so gut wie das Grundprodukt: die Milch. Darum nehme ich immer die gute Bio-Milch aus Bielefeld. Man kann aber auch Kefir mit anderen milchähnlichen Getränken ansetzen. Also habe ich mir für einen kleinen Versuch Kokosnuss-, Ziegen- und Hafermilch besorgt.

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Kokosnussmilch

Die Kokosnussmilch habe ich kalt und warm für 24 Stunden angesetzt. Der kaltangesetzte Kefir schmeckte kaum anders als das Grundprodukt. Der warmangesetzte war leicht säuerlich. Geschmacklich aber insgesamt okay.

Ziegenmilch

Ziegenmilch riecht nach Ziege und schmeckt nach Ziege. Das ändert sich auch nicht durch den Kefir. Nach „24 Stunden warm“ schmeckte sie allerdings nach sehr saurer Ziegenmilch mit etwas Kohlensäure. Gewöhnungsbedürftig.

Hafermilch

Die sehr süßliche Hafermilch bekommt eine säuerliche Note nach „24 Stunden warm“. Der unverkennbare Hafergeschmack bleibt aber bestehen. Insgesamt ähnlich wie die Kokosmilch, okay.

Aber warum?

Geschmeckt hat mir Kefir schon immer. Meine Mutter hatte früher einen Wasserkefir. Aber darauf gekommen bin ich, als meine Hausärztin mir den Tipp gab, weil mein Magen aufgrund von Antibiotika etwas aus dem Gleichgewicht geraten war. Man schreibt dem Kefir nämlich einen positiven Effekt auf die Darmflora zu:

Seitdem ist der Kefir oft auf seine gesundheitliche Wirkung hin untersucht worden. Kefir hat die Fähigkeit, pathogene Mikroorganismen zu unterdrücken. Beispielsweise werden Listerien innerhalb von 24 Stunden um ca. 90 % reduziert. Fermentierte Milchprodukte verweilen zudem länger im Darm als reine Milch, was möglicherweise zur besseren Verdaulichkeit beiträgt. (Quelle: Wikipedia)

Und ob das jetzt nur Einbildung ist oder nicht, aber eine gewisse Veränderung konnte ich tatsächlich feststellen. Zumindest geht es mir damit nicht schlechter. Deshalb trinke ich jetzt jeden Morgen und jeden Abend zwei Gläser meines selbst hergestellten Milchkefirs.

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