Radrennbahn Bielefeld

Bielefeld war einst eine Fahrradhochburg. Aus der Metall- und Maschinenindustrie und im Speziellen der Nähmaschinenindustrie, entwickelte sich ab 1886 die Bielefelder Fahrradindustrie, die sich in Deutschland auf Platz 3 etablieren konnte und in die ganze Welt exportierte. Naheliegend, dass man hier auch eine Radrennbahn erbauen sollte.

Am Wochenende war ich zum ersten Mal an dieser besagten Radrennbahn. Ein Relikt wie aus der Zeit gefallen. Wenn man in dem Rund steht und seinen Blick schweifen lässt, fällt einem vor allem das viele Unkraut auf den Rängen auf. Die Instandhaltung der Bahn scheint eine große Herausforderung für den Verein zu sein. So sind, mit Ausnahme der Haupttribüne, alle Plätze dicht bewachsen. Allerdings hat dieser Verfall auch wieder seinen ganz eigenen Charme. Es passt irgendwie.

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Der Verein soll auch immer auf der Suche nach Freiwilligen sein, die beim Unkraut jäten helfen möchten.

Jedenfalls fand hier am Wochenende das Alpecin-Radfest statt. Neben einer ganzen Reihe von Ausstellern rund um das Fahrrad, gab es auch ein wenig Programm für Radsportfans. Unter anderem ein Steher-Rennen vom Radrennclub „Zugvogel“. Und wieder fühlte man sich komplett aus der Zeit geworfen. Die Schrittmachermaschinen und ihre Fahrer zeugten von den gloreichen Zeiten des Radsports in Bielefeld.

Aber durchaus interessant anzuschauen. Es passiert doch einiges mehr auf der Bahn, als bloßes im Kreis fahren. Dieser Sport wird sehr vom Taktieren geprägt. Und natürlich von Ausdauer. Das erste Rennen ging, glaube, ich über 75 Runden. Das sind bei einer Bahnlänge von 333,33 Metern rund 25 Kilometer. Innerhalb von 20-25 Minuten. Danach weißt du definitiv, was du geschafft hast.

Sieger dieses Rennens wurde übrigens der Bielefelder Lokalmatador. Ob er das zweite Rennen auch noch gewinnen konnte, haben wir nicht mehr mitbekommen. Die Sonne hatte uns so gut durchgegart, dass wir den Weg nach Hause antraten. Mit dem Fahrrad. Durch die ehemalige Fahrradhochburg Bielefeld. Mit seinen extrem schlechten Fahrradwegen. Aber wer weiß, vielleicht gelangt Bielefeld ja irgendwann wieder zu altem Glanz in Bezug auf Fahrradstadt. Zu wünschen wäre es. Der Stadt und auch seinen Radfahrern.

Weitere Fotos

Mannschafts(kreuz)fahrt

„Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…“

Natürlich fängt mein Blogeintrag so an. War ja schließlich meine erste Kreuzfahrt. Und ich bin gar nicht mal so unzufrieden. Für eine Mannschaftsfahrt mit feuchtfröhlichen Prioritäten war die Reise mit der AIDAluna eine ausgezeichnete Wahl.

Transfer nach Hamburg per Zug. So ließ der erste Tweet mit alkoholischem Inhalt nicht lange auf sich warten. Die Details bis zum Schiff spare ich mal aus. Es war eine Reise wie sie Mannschaften halt tun. Laut, zotig, flüssig. In Hamburg hatten wir noch kurz die Gelegenheit etwas zu essen, bevor wir raus in den Hafen gefahren wurden, wo die AIDA vor Anker lag.

Nach einem etwas längeren Aufenthalt im Terminal (Check-In, Kontrolle, Kontrolle und Kontrolle), kamen wir nach einer kurzen Kontrolle endlich auf dem Schiff an. Erstmal Rundgang und Aussicht genießen.

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Schon bald begrüßte uns der Kapitän via Lautsprecher und kündigte die notwendige Sicherheitseinweisung an. Gefühlt eine Stunde warteten wir darauf, dass auch wirklich ALLE Gäste an Board der AIDA an den ausgewiesenen Sammelstellen anwesend waren.

Dann lief sie endlich aus. In den Sonnenuntergang hinein. Traumhaftes Wetter um diese Fahrt zu genießen. Schön an den Villen am Ufer der Elbe vorbei.

 

Ein bisschen erkundeten wir noch das Schiff, bis es endlich etwas zu Essen gab. Die verschiedenen Boardrestaurants waren gut gefüllt. Sowohl mit Gästen, als auch mit Speisen. Die Vielfalt des Angebots war super. Die Qualität war okay. Man muss bei solchen Buffets halt genau schauen, was frisch ist und was schon länger auf einen Abnehmer wartet. Am Tisch gab es Wasser und Wein, außerdem konnte man sich die üblichen Softdrinks und frisches Bier selber zapfen. Völlig in Ordnung!

Abends stand Disco auf dem Plan. Trotz anstrengender Musik hatten wir eine Menge Spaß zusammen. Zumal auch das ins Gespräch kommen mit anderen Gästen absolut kein Problem war. Die Stimmung war ausgelassen und familiär.

Der erste Tag war dann ein reiner Seetag. Gute Gelegenheit den Wellness-Bereich auszuprobieren. In der Sauna sitzend, schaut man über die raue Nordsee und genießt den ein oder anderen Aufguss und anschließend das Nickerchen im Ruheraum.

 

Danach war auch schon wieder Zeit für Abendessen. Man kann eigentlich immer irgendwo irgendetwas essen. Verhungern wird man auf so einem Schiff definitiv nicht. Verdursten auch nicht. Und zwischendurch lässt man sich einfach ein bisschen von dem Entertainmentangebot an Board berieseln. Von Casino bis Bar, von PrimeTime-Show bis Mini-Musical, Auktionen, Kinderbelustigungen, Fitness-Studio, Rentnerbelustigungen, Wellness, Café, Kino, Kicker, Billiard, Flipper und, und, und… oder einfach nur rumliegen und ausnüchtern.

Am zweiten Tag lagen wir vor Dover. Wer wollte, konnte sich per Shuttle nach London kutschieren lassen, um sich dort dann von Pontius zu Pilatus fahren zu lassen. Ich wollte nicht. Wellness war meine Priorität. Aus der Sauna schaute ich auf die weißen Klippen von Dover und auf Dover Castle. Dieser Rosamunde-Pilcher-Gedächtnis-Ausblick war für mich Kultur genug.

 

Am Abend gab es eine kleine Show: I want it all – Die größten Hits von Queen. Da klatscht und wippt und singt man schon mal mit. Gute Unterhaltung, nicht nur für Queen-Fans.

 

Tag drei landeten wir vor Amsterdam. Genaugenommen in IJmuiden. Aber auch hier genoss ich lieber das super Wetter an Deck, als von Board zu gehen. Strahlender Sonnenschein ohne auch nur ein Wölkchen am Himmel, aber kalt. Doch wenn man ein windgeschütztes Fleckchen gefunden hatte, kam man recht schnell ins Schwitzen. Nur damit nicht genug. Ich hatte meinen Handball dabei und so ließen sich die Jungs ganz einfach überreden, noch mehr zu schwitzen. Bei einem Handballspiel vor traumhafter Kulisse.

 

Und damit war die Reise auch schon so gut wie wieder vorbei. Abends ging es – wie jeden Abend – in die Disco, nachdem man den ein oder anderen Euro am Roulette Tisch verzockt und die White Night – eine Show auf dem Pooldeck – besucht hatte. Nach kurzer Nacht ein letztes Frühstück vor Hamburger-Hafen-Kulisse und dann runter vom Schiff, in den Zug, nach Hause.

Mein persönliches Fazit war relativ schnell klar. Für eine Mannschaftsfahrt war die Wahl dieser Kreuzfahrt absolut perfekt. Würde ich mit Familie über so eine Reise nachdenken, wäre das Schiff größer und die Umgebung wärmer. Soll heißen, mehr Freizeitangebot an Board, im warmen Mittelmeerraum oder gar Karibik. Und vermutlich würde ich dann auch mal das Schiff verlassen. Vermutlich!

Naturfotografie

Mit diesem Thema wollte ich mich schon lange intensiver befassen, aber so richtig geklappt hat das bisher nicht. Jetzt war ich das erste Mal mit meiner Ausrüstung bei den Rieselfeldern in Windel. Mein Einstieg in die Naturfotografie.

An der biologischen Station Gütersloh/Bielefeld angekommen, schnallte ich mir meinen Rucksack um und ging erstmal in die falsche Richtung. Denn nach rund 250 Metern lief ich die doch recht stark befahrene Postheide entlang. Nix mit Natur. Nur viele Autos. Also wieder zurück. Einmal die große Runde um das Naturreservat.D72_5108

Mit dem kleinen Objektiv bekam ich die auf dem Teich paddelnden Enten und Gänse nur mäßig gut auf’s Bild. Deshalb mussten zunächst andere Frühlingsboten für ein Foto herhalten.

Aber nachdem ich auf der anderen Seite des Areals angekommen war, drehte ich das große Objektiv an die Kamera. Denn um mich herum zwitscherte und raschelte es überall. Kleiber, Buchfink, Kohlmeise. Alle waren eifrig damit beschäftigt, das andere Geschlecht auf sich aufmerksam zu machen. Frühling halt.

Und dann weckte ein etwas größerer, bunterer Vogel meine Aufmerksamkeit. Ein Buntspecht. Doch immer wenn er ein schönes Motiv abgab, versteckte er sich hinter vielen Sträuchern mit vielen kleinen Ästen. Schwierig da den richtigen Moment zu erwischen. Zumal ich ohne Stativ unterwegs war und das Licht auch nicht gerade hilfreich war. Die Sonne versteckte sich immer wieder hinter ein paar Wolken. Letztendlich ist mir aber dann doch noch dieses eine recht brauchbare Foto gelungen.

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Insgesamt war die Ausbeute aufgrund von Licht und fehlendem Stativ bis hier hin eher mau. Also wieder zurück zum Auto. Und als ich gerade meine Sachen wieder einpacken wollte, sah ich einen anderen Hobbyfotografen am Teich stehen.

Mit seiner riesigen Ausrüstung – Nikon D500 und AF-S Nikkor 600mm  1:4E – hatte er etwas interessantes entdeckt. In den Uferböschungen um den großen Teich saß ein Nutria, eine große Biberratte, und putzte sich den Pelz. Gleich daneben saßen Reiher, Graugans und Stockente, sodass ich beschloss, noch ein wenig zu bleiben. Auch die Sonne schaffte es ein bisschen zwischen den Wolken durchzuscheinen. So gelang mir sogar noch die ein oder andere freihändig geschossene Aufnahme.

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Irgendwann zwang mich mein Hunger zum Aufbruch. Aber das Gebiet Rieselfelder in Windel war ein schöner Ausflug in die Natur und meine erste Erfahrung in Sachen Naturfotografie. Von hier aus kann es damit weitergehen. Den Tipp für das größte private Naturschutzprojekt im Großraum Bielefeld in Windelsbleiche habe ich übrigens aus dem Naturfotografie Blog von Timo. Danke dafür.

Von meinen rund 150 geschossenen Fotos, haben es gerade mal 30 ins Album geschafft. Wie gesagt, schlechtes Licht, eine zittrige Hand und überhaupt das erste Mal mit dieser Ausrüstung im Gelände. Da ist also noch viel Luft nach oben. Noch dazu fehlen mir die nötigen Instrumente zum Bearbeiten von Fotos. So habe ich die jpeg-Dateien dem automatischen Google Photos Filter überlassen und noch dazu größtenteils am Smartphone bearbeitet.

Lieblingsbild 2016

Ich bin alle meine Fotos von 2016 durchgegangen, um daraus mein Lieblingsbild zu küren. Das waren nicht wenige. Und obwohl ich mit meiner D7200 viele schöne Fotos gemacht habe, hat es doch ein ganz einfaches, unscheinbares Handyfoto auf Platz 1 geschafft. Wie ich bereits erwähnte, hat mich Sofia nachhaltig beeindruckt. Und es scheint immer noch zu wirken.

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Sofia (Bulgarien)

Nexus 6P (Huawei)     f/2     1/2020     4.67 mm     ISO 60     Filter Alpaca (GooglePhotos)

Back to WP

Lange war ich bei Blogger. Jetzt versuche ich es wieder mit WordPress.

Da ich mir vorgenommen habe, in Zukunft mehr Fotos zu schießen und diese auch mit einer kurzen Geschichte zu versehen, bin ich wieder zurück zu WordPress gekommen. Die Möglichkeiten hier sind um ein vielfaches komfortabler als bei Blogger. Auch wenn meine Bilder bei Google sehr gut aufgehoben sind, erscheint mir die hiesige Plattform zur Präsentation einer kleinen Auswahl als die bessere Wahl.

Der erste Schritt ist also getan. Jetzt heißt es nur noch Fotos, Fotos, Fotos machen.

Via Noir | Sofia

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Diesmal möchte ich gar nicht so viel über die Anomalie schreiben, sondern mehr über den Ort des Geschehens: Sofia – Hauptstadt Bulgariens. Um es gleich vorweg zu nehmen, diese Stadt hat mich nachhaltig beeindruckt. Auf der einen Seite gibt es die schönen, vorzeigbaren Ecken. Kirchen, Universitäten, Museen, staatliche Gebäude. Dem gegenüber steht der totale Verfall und die pure Armut. Beide Seiten trennen oftmals nur wenige Meter.

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Die Anomalie fand dieses Mal in den Abendstunden und damit im Dunkeln statt. Dabei mussten wir bei jedem Schritt auf unsere Füße achten. Knietiefe Schlaglöcher in den Bürgersteigen und völlig marode Straßen bei Regen und Kälte waren eine große Herausforderung.

Ebenfalls eine große Herausforderung waren Sprache und Schrift. Bis heute kann ich nicht vernünftig ‚Danke‘ oder ‚Bitte‘ sagen, geschweigen denn Grüßen oder auch nur bis drei zählen. Straßenschilder, Geschäfte, Speisekarten. Alles in kyrillischen Buchstaben. Auch die Verständigung auf Englisch war nur schwer bis gar nicht möglich. So war auch der Kontakt zur Bevölkerung nur äußerst oberflächlich. Dennoch habe ich mich willkommen, wenn auch nicht unbedingt herzlich gefühlt.

Der Unterhalt in Bulgarien war sehr günstig. Die kleine Wohnung mitten in der Stadt hat pro Nacht nur 33 Euro gekostet. Wir sind stets auswärts essen gegangen und haben kaum mehr als 5-10 Euro inklusive Getränke und Trinkgeld ausgegeben. Eine Busfahrt quer durch die Stadt kostete 80 Cent.

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All diese Erfahrungen vom Wochenende haben mich wieder ein Stück weit geerdet. Es tat gut vor Augen gehalten zu bekommen, dass ein Leben wie wir es führen nicht selbstverständlich ist, dass unser tägliches Jammern auf einem sehr hohen Niveau stattfindet.

Ich kann diese Stadt nur empfehlen. Es war schön dort gewesen zu sein. Der Kontrast zwischen Arm und Reich, schön und hässlich, neu und alt ist wirklich beeindruckend.

Fotos:
Meine Fotos
(Fotos vom Event)
(Fotos vom Mission Day)
Fotos von +Henry L. zur Beschaffenheit der Bürgersteige

Danke an:
+Conny Pearce +Tris Kian +Andreas Martens +ichjetzt endlichauch +Claus Claves +Tobias Ferber +Susanne Ferber +O Ha +Henry L. +Frauke Nierdieck  und alle anderen.

Für Rohan!

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Ich habe bereits an folgenden Anomalien teilgenommen:
1. Shonin | Hannover
2. Persepolis | Utrecht
3. Abaddon | Hamburg
4. Obsidian | Madrid (Recharger – nicht vor Ort)
5. Via Lux | Köln

Via Lux | Köln

Eine Anomalie im Schatten des Kölner Doms. Und obwohl ich anfangs nicht so richtig Lust hatte, war es doch ein sehr schönes Wochenende mit Ingress.

Via Lux Köln

Team Rohan wurde dieses Mal in zwei Sub-Teams aufgeteilt. Ein fußfaules fußlahmes und ein schnelles Team. Angeführt von unserem hochgeschätzten Leader +Silvio Tristram aus Berlin war ich Teil der langsamen Truppe. Unsere Aufgabe bestand im Westentlichen darin, sogenannte Shards in ein Zielportal zu leiten. Von der Cluster-Schlacht im Inneren der Stadt haben wir deshalb nur sehr wenig mitbekommen.

Um einen Shard ins Ziel zu bringen, muss das Shard-Portal mit dem Zielportal verbunden sein. Wir mussten also das betroffene Portal einnehmen, verlinken und halten, bis der Shard den Sprung ins Zielportal vollzogen hat. Und das ist uns sogar einige Male gelungen. Aus dieser Sicht war es also eine recht erfolgreiche Anomalie für Team Rohan. Insgesamt haben die Enlightened natürlich wieder verloren.

Via Lux KölnDer folgende Mission-Day war nochmal eine schöne Gelegenheit die Stadt zu erkunden. Allerdings führten uns einige Missionen in höchst unattraktive Gegenden von Köln. Wer sich das ausgedacht hat, sollte lieber nicht im Stadtmarketing arbeiten.

Es war wie gesagt ein schönes Ingress-Wochenende. Trotzdem bin ich hin und hergerissen, ob ich mir das alles nochmal antun möchte. Das Spiel an sich und das Leute treffen macht nach wie vor eine Menge Spaß, aber diese Pseudowissenschaft die mittlerweile um so eine Anomalie gewachsen ist, ist doch schon ziemlich anstrengend. Ich warte einfach mal ab, wohin es uns das nächste Mal verschlägt. Vielleicht überwiegt ja das Interesse am Veranstaltungsort die negativen Eindrücke vom pseudoorganisatorischen Drumherum.

Fotos:
Meine Fotos
Fotos vom Event
Fotos vom Misson-Day

Danke an:
+Silvio Tristram +Frauke Nierdieck +Conny Pearce +Tris Kian +Alexandra C +Thorsten A +Eric Schreiber +Felix_ W-Tex +Over 86 +Martin Freisen +Marcel Knopf (DargorHSK) +Viktoria Baumbrunner +Nico Goer +ichjetzt endlichauch +Bettina Wolf +Katrin Hagemann +Mathis Pawlowski +Henry L. und alle anderen.

Für Rohan!

Via Lux Köln




Ich habe bereits an folgenden Anomalien teilgenommen:
1. Shonin | Hannover
2. Persepolis | Utrecht
3. Abaddon | Hamburg
4. Obsidian | Madrid (Recharger – nicht vor Ort)

Terenten 2016

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Zum dritten Mal haben wir unseren Wanderurlaub in Terenten verbracht. Es war die 25. hochalpine Wanderwoche aus dem Bertelsmann Sport- und Geshundheitsprogramm.

Und wieder gab es viel Abwechslung. Sowohl bei den Strecken, als auch beim Wetter. Wir haben mehrere Klettersteige absolviert, sind um einen Hochgebirgsstausee gewandert und sind durch alte Kriegsstollen gekrochen. Es hat bei strahlendem Sonnenschein gehagelt, es gab Regen und Temperaturen um die 25°C auf den Gipfeln.

2f012-img_20160915_123834Leider mussten wir einen Klettersteig verkürzen und einen anderen ganz aufgeben. Die akute Wetterlage war zu gefährlich. Es kündigte sich ein Gewitter an. Wir hätten zu Beginn des Unwetters mitten in der Wand gehangen. Das wollten unsere Wanderführer nicht verantworten.

In den Bergen ist mehr los, als man meinen könnte. So haben wir eine Tour aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in der Wand abgebrochen. Ständiger Gegenverkehr ist nichts für Anfänger. Und wir hatten einige dabei.

Dennoch war einer der Klettersteige ein ganz besonderes Erlebnis. Alte Versorgungsstollen aus dem ersten Weltkrieg sind der Einstieg am Paternkofel. Und auch am Ende mussten wir noch durch einen mehrere hundert Meter langen Tunnel, bevor wir unser Ziel – die Dreizinnenhütte – erreichten. Ziemlich spektakulär.301cf-img_20160915_113526

Für mich steht ganz klar fest, nächstes Jahr wieder. Die Chancen stehen gut, dass wir wieder in Terenten landen werden. Es liegt zentral, das Hotel ist ’ne Wucht und mittlerweile kennt man sich.

Duolingo

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Duolingo ist eine Lernplattform für Sprachen. Seit zweieinhalb Monaten versuche ich hier meine Französischkenntnisse aufzufrischen. Und das komplett kostenlos.

Jeden Tag nehme ich mir 10 Minuten Zeit und mache ein paar Übungen. Ob ich dabei meine bereits erworbenen Fähigkeiten stärke oder neue Fähigkeiten erlerne, ist komplett mir überlassen. Für jede dieser Übungen erhalte ich Punkte. Mein Tagesziel an Punkten habe ich zuvor im Profil festgelegt. Nach Erreichen des Tagesziels erhalte ich einen sogenannten Streak. Für Streaks und abgeschlossene Kapitel erhalte ich wiederum Lingots. Mit diesen Lingots kann ich mir im Shop nutzlose Dinge oder weitere Übungen dazukaufen.

Hier steht also der Spaß im Vordergrund. Punkte machen. Sich selbst belohnen. Und nebenbei noch ein bisschen Sprachen lernen.

Zurzeit besteht das Angebot für deutschsprachige Benutzer aus Englisch, Französisch und Spanisch. Wer sich allerdings zutraut in Englisch eine andere Sprache zu erlernen, dem steht ein deutlich größeres Sprachangebot zur Verfügung. Auch ausgefallene Sprachen wie Esperanto oder Walisisch. Sogar Klingonisch ist in Planung.

Abgerundet wird das Angebot von Duolingo mit der passenden Smartphone App für iOS, Android und WindowsPhone.

111 Jahre Arminia Bielefeld

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Am Samstag lud der DSC Arminia Bielefeld ein, seinen 111. Geburtstag auf der Alm zu feiern. Und es wurde ein großartiges Fest.

Die Stimmung war ausgelassen. Die Bands liefen zu Höchstformen auf. Das alles bei schönstem Festival-Wetter. Hatten wir die Woche zuvor noch Angst im Regen und Schlamm unterzugehen, konnten wir am Samstag gemütlich in der Sonne auf dem neuen Rasen liegen. Immer auf der Suche nach einer dieser kleinen Plastikfasern, die den Rasen stabiler machen sollen. Mit Erfolg!

Den musikalischen Auftakt übernahmen Randale. Meine heimlichen Favoriten. Ihre Texte und Lieder sind sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet und machen einfach nur Spaß!

Dann kamen The BossHoss. Sie brachten die Ostwestfalen in absolute Ekstase. Sie schafften es tatsächlich, die komplette Masse von links nach rechts und wieder zurück zu bewegen. Dabei meine ich sogar die ein oder andere Ohnmacht gesehen zu haben, ob dieser enormen Massendynamik. Von mir bekamen sie immerhin das Prädikat „sehr gute Live-Band“.

Weiter ging es mit Shantallica. Mehr muss man dazu auch eigentlich nicht sagen. Danach kam Jamie-Lee. Ihre Musik ist ja jetzt nicht so meins, aber singen kann die Kleine. Sie hat eine schöne Stimme. Den Entertainer muss sie allerdings noch ein bisschen trainieren. Aber kommt Zeit, kommt Entertainer.

Wirtz kannte ich vorher gar nicht. Noch nie gehört. Weder den Namen, noch seine Musik. Aber es war ganz solides Handwerk. Ein Freund sagte: „Soundgarden auf deutsch.“ – Jo, kann man machen.

Dann war es endlich soweit. Die Fantastischen Vier gaben sich die Ehre. Und sie stellten eindrucksvoll unter Beweis, warum sie die Headliner des Abends waren. Mit Klassikern aus allen Epochen und ihrer aktuellen neuen Single, brachten sie das Stadion zum Hüpfen.

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Zum krönenden Abschluss wurde noch die Arminia-Hymne angestimmt, begleitet von einem Feuerwerk. Mit diesen Eindrücken endete schließlich das kleine Open Air Festival auf der Bielefelder Alm. Ein äußerst gelungenes Fest wie ich finde und auf jeden Fall eine Wiederholung wert. Vielleicht ja auch jedes Jahr wieder. Zum Saisonabschluss.

Mehr Fotos: 111 Jahre Arminia Bielefeld

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Geschafft!

Ich bin meinen ersten Hermann gewandert. Es hat tierisch Spaß gemacht! Auch wenn mir mein Knie heute echt weh tut, aber es war die Sache wert. Und ein bisschen stolz bin ich auch.

7:00 Uhr ging es los zu den Bussen. Ankunft am Hermann gegen 8:00 Uhr. Schnell noch ein Startfoto mit Denkmal und gegen 8:15 Uhr endlich ab auf die Strecke. Die ersten Kilometer waren problemlos überwunden. Kinderspiel, ging es ja auch fast nur bergab.

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Richtig weh tat es dann erstmals am Tönsberg. Immer wenn man dachte, man sei endlich oben, ging es hinter der nächsten Kurve nochmal ein Stückchen steiler den Berg hinauf. Nur um anschließend wieder bergab gehen zu können. Ab Oerlinghausen – also nach ständigem bergab – meldete sich dann schließlich auch mein Knie. Jetzt hieß es Zähne zusammenbeißen.

Während der gesamten Wanderung haben wir uns immer wieder ausgerechnet, wann die ersten Läufer wohl an uns vorbeiziehen würden. Niemals hätten wir gedacht, dass es erst kurz vor Schluss passieren würde. Angekündigt von zwei Mountenbikern überholte uns Elias Sansar auf der Promenade, wenige hundert Meter hinter der Habichtshöhe. In einem Affenzahn und scheinbar gar nicht aus der Puste. Ganz im Gegensatz zu seinen Verfolgern, die ein paar Minuten auf sich warten ließen, bis sie endlich an uns vorbeischnauften.

Im Zieleinlauf waren dann alle Schmerzen vergessen. Der Applaus der Schaulustigen wirkte wie Doping. Begleitet von anerkennenden Blicken und aufmunternden Rufen bezwangen wir die letzten Meter. Insgesamt haben wir 4 Stunden und 46 Minuten für die 31,1 Kilometer gebraucht. Eine ordentliche Leistung.

Und nach dem Hermann, ist vor dem Hermann. Planung läuft bereits!