#SchleFaZ und die #SektionBielefeld

Zwei Hashtags, die eine Menge Spaß in mein Leben brachten und mir meine ganz persönlichen „15 minutes of fame“ bescherten.

Was ist eigentlich #SchleFaZ?

„Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ – präsentiert von Oliver Kalkofe und Peter Rütten auf Tele5. So würde man es wohl kühl und sachlich, aber vor allem emotionslos beschreiben, wenn man nicht davon gepackt wäre. Ich bin aber gepackt!

Denn das Phänomen #SchleFaZ ist deutlich mehr als nur ein paar Kackfilme lustig aufbereitet. Das Phänomen #SchleFaZ ist Liebe! Und anders! Und besser! Das Phänomen #SchleFaZ vereint Menschen vor den Fernsehgeräten, um die Tiefpunkte der gesamten Filmbranche gemeinsam und unter professionell angeleitetem Alkoholkonsum zu ertragen und zu feiern.

Aber! Das Phänomen #SchleFaZ sind auch und vor allem seine Fans! Womit wir bei der nächsten Frage wären.

Was ist eigentlich die #SektionBielefeld?

Fans!

Mit viel Liebe für das Andere, trifft sich seit fast vier Jahren eine Gruppe Bielefelder zum gemeinsamen SchleFaZen. Dabei das Smartphone immer zur Hand, um das erlebte spontan und ungeniert bei Twitter in die Welt hinauszuposaunen. Und weil wir eben eine Gruppe sind, gaben wir uns einen Namen, um das Hinausposaunte zu klammern. Die #SektionBielefeld war geboren.

Anfangs noch ohne Hashtag und unverkleidet, entwickelte sich die #SektionBielefeld immer weiter zu einer gut besuchten, ständig wachsenden und immer kreativeren Fangruppierung, die sogar eine kleine Aufmerksamkeit von den #SchleFaZ-Fans im Internet genoss.

Und so kam es, wie es kommen musste. Man freundete sich virtuell mit anderen Fans des gefeierten Scheißfilmgenres an. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Die liebe Tina Absurd aus dem hohen Norden, längst selbst eine anerkannte Größe in der #SchleFaZ-Fangemeinde, schlug einen gemeinsamen Abend mit der #SektionBielefeld im Zuge der Adventsstaffel 2017 vor. Und das hatte ungeahnte Folgen.

Die Werbekampagne

Wie es das Schicksal so wollte, wurde Tele5 auf unseren Galaabend im Advent aufmerksam. Und irgendwie müssen wir einen guten Eindruck auf den Sender gemacht haben. Denn auf einmal hieß es: „Wir möchten die #SektionBielefeld für eine Werbekampagne engagieren.“

Bitte was?

Genau. Eine Werbekampagne für Print und TV. Wenige Monate später, stand ich in einem Filmstudio in Bielefeld und machte mich vor einer Kamera zum Affen. Besser gesagt, zum Polypen. Denn das war mein Kostüm. Aus unserem privaten Karnevalsfundus wurde diese Verkleidung von den Werbetreibenden favorisiert. Ich fuchtelte also völlig nervös und unkoordiniert mit meinen Polypenarmen umher. Angefeuert von einem wirklich professionellen und sehr charmanten Filmteam, angeführt und geleitet von Feico Derschow, einer der großen Namen aus der Werbebranche.

Eine unglaubliche Erfahrung. Aber es zogen noch ein paar Wochen ins Land, bis wir das endgültige Ergebnis zu Gesicht bekamen. Zum Auftakt der Frühjahrsstaffel 2018 war es dann endlich soweit. Die ganze Stadt war über Nacht mit Plakaten von uns zugepflastert worden. Postkarten hingen in den Kneipen und diverse Zeitschriften trugen unsere Gesichter. Unglaublich!

Auf Tele5 liefen über mehrere Wochen hinweg unsere fünf Werbespots. Immer wieder ein absoluter Moment der Freude und des Stolzes, wenn man sich auf dem Fernsehbildschirm sah. Aber auch komplett surreal.

Tina, Thorsten, Christiane und ich in unserem gemeinsamen Werbespot.

Die Party in Bielefeld

Doch damit nicht genug. Tele5 hatte noch eine Überraschung für uns geplant. Eine große SchleFaZ-Frühjahrsstaffel-Auftaktparty in Bielefeld. Inklusive Film gucken, Alkohol trinken und Olli und Päter begrapschen. Und bevor ich mir darüber die Finger wund schreibe, lasse ich doch lieber Bilder sprechen. Mit dieser wunderbaren Zusammenfassung von Tele5:

Neben weiteren Fotos zu finden auf Tele5 unter SchleFaZ-Party Bielefeld

Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich diesen kleinen Film schaue. Es war tatsächlich der schlechteste Abend aller Zeiten! Und wenn man das ganze nach #SchleFaZ Maßstäben bemisst, kommt man schnell von alleine darauf, wie viel Spaß wir an diesem Abend hatten.

Aber, es sollte noch ein weiteres Kapitel #SchleFaZ und die #SektionBielefeld geben.

Das Filmfest

Letzte Woche war Filmfest in München und Tele5 hat sich für „eine langfristig angelegte, strategische Partnerschaft, die weit über das herkömmliche Engagement eines Sponsors hinausgeht“ entschieden, so der Sender. Und wer durfte auf diesem Filmfest nicht fehlen? Natürlich, der schöne #SchleFaZ auf TeleFive! Fans sollten an dieser Stelle einen kleinen Ohrwurm verpflanzt bekommen haben.

Ich durfte also tatsächlich nach München reisen, um dabei zu sein. Am Donnerstagabend sah ich Thomas Gottschalk, wie er „Die besten Filmsongs aller Zeiten“ im Münchener Gasteig moderierte. Vorgetragen von einem Orchester, bestehend aus Filmschaffenden, die nebenbei auch noch ein Instrument beherrschen. Fantastisch! Ich hatte mehrere Gänsehautmomente und Thomas Gottschalk hatte so gar nichts von seinem berühmten Charme verloren.

Am Freitagabend ging es dann wieder um die schlechtesten Filme aller Zeiten. Vorgetragen von Olli und Päter gab es den ersten Film aus der kommenden Sommerstaffel, die am 03. August auf Tele5 starten wird. Ein Muss für alle Fans und ein würdiger Auftakt für alles Weitere.

Rückblickend ein fantastisches Wochenende, mit vielen Highlights und großen Momenten. Am Samstag sind wir noch ein bisschen durch München getingelt, haben ein Weißwurstfrühstück genossen, lagen an der Isar und schauten zu, wie die kroatische Nationalmannschaft den Gastgeber Russland aus der laufenden WM schoss.

Meine letzten Worte

Das waren sie also, meine persönlichen „15 minutes of fame“. Ich habe sie sehr genossen. Alles was ich in diesen wenigen Tagen erlebt habe, werde ich niemals wieder vergessen. Ich habe Olli und Päter kennengelernt, hing auf Plakaten in ganz Bielefeld, lief als Werbespot auf Tele5, durfte Thomas Gottschalk treffen, habe im bayrischen Hof mein wohl teuerstes Bier aller Zeiten (TeuBaZ) getrunken und bin mit Tina Absurd befreundet.

Darüber hinaus habe ich viele liebe Menschen kennengelernt, die dieselbe, wenn nicht sogar noch größere Leidenschaft für Scheißfilme teilen und zelebrieren. Doch damit ist noch längst nicht alles erzählt, aber genug für heute. Zum Schluss nehme ich noch die aktuellen Hashtags von Tele5, um mich ein letztes Mal zu bedanken:

Denn #DasMussLiebeSein und #AndersIstBesser – Danke Kai Blasberg!

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Meilensteine der #SektionBielefeld

Radrennbahn Bielefeld

Bielefeld war einst eine Fahrradhochburg. Aus der Metall- und Maschinenindustrie und im Speziellen der Nähmaschinenindustrie, entwickelte sich ab 1886 die Bielefelder Fahrradindustrie, die sich in Deutschland auf Platz 3 etablieren konnte und in die ganze Welt exportierte. Naheliegend, dass man hier auch eine Radrennbahn erbauen sollte.

Am Wochenende war ich zum ersten Mal an dieser besagten Radrennbahn. Ein Relikt wie aus der Zeit gefallen. Wenn man in dem Rund steht und seinen Blick schweifen lässt, fällt einem vor allem das viele Unkraut auf den Rängen auf. Die Instandhaltung der Bahn scheint eine große Herausforderung für den Verein zu sein. So sind, mit Ausnahme der Haupttribüne, alle Plätze dicht bewachsen. Allerdings hat dieser Verfall auch wieder seinen ganz eigenen Charme. Es passt irgendwie.

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Der Verein soll auch immer auf der Suche nach Freiwilligen sein, die beim Unkraut jäten helfen möchten.

Jedenfalls fand hier am Wochenende das Alpecin-Radfest statt. Neben einer ganzen Reihe von Ausstellern rund um das Fahrrad, gab es auch ein wenig Programm für Radsportfans. Unter anderem ein Steher-Rennen vom Radrennclub „Zugvogel“. Und wieder fühlte man sich komplett aus der Zeit geworfen. Die Schrittmachermaschinen und ihre Fahrer zeugten von den gloreichen Zeiten des Radsports in Bielefeld.

Aber durchaus interessant anzuschauen. Es passiert doch einiges mehr auf der Bahn, als bloßes im Kreis fahren. Dieser Sport wird sehr vom Taktieren geprägt. Und natürlich von Ausdauer. Das erste Rennen ging, glaube, ich über 75 Runden. Das sind bei einer Bahnlänge von 333,33 Metern rund 25 Kilometer. Innerhalb von 20-25 Minuten. Danach weißt du definitiv, was du geschafft hast.

Sieger dieses Rennens wurde übrigens der Bielefelder Lokalmatador. Ob er das zweite Rennen auch noch gewinnen konnte, haben wir nicht mehr mitbekommen. Die Sonne hatte uns so gut durchgegart, dass wir den Weg nach Hause antraten. Mit dem Fahrrad. Durch die ehemalige Fahrradhochburg Bielefeld. Mit seinen extrem schlechten Fahrradwegen. Aber wer weiß, vielleicht gelangt Bielefeld ja irgendwann wieder zu altem Glanz in Bezug auf Fahrradstadt. Zu wünschen wäre es. Der Stadt und auch seinen Radfahrern.

Weitere Fotos

Elfmeter

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Gestern habe ich das erste Elfmeterschießen auf der Alm gesehen. Nach einem wirklich ansehnlichen Spiel gegen Hertha BSC Berlin in der zweiten Runde des DFB Pokals.

Zuvor hatte Arminia Bielefeld das Spiel um den Einzug ins Achtelfinale dominiert. Es war kaum ein Klassenunterschied zu erkennen, geschweige denn ein Unterschied von zwei Klassen. Während der regulären Spielzeit erspielte sich Bielefeld die deutlich besseren Torchancen. Leider scheiterten sie aber immer wieder an der guten Verfassung des Berliner Torhüters Thomas Kraft. Bis zum Elfmeterschießen.

„Schwolow hält zwei!“ hörte ich mich noch rufen. Der Rest ist Geschichte!

Dritte Liga

Ein Krimi! Das war so ziemlich das spannenste Spiel, mit dem so ziemlich bittersten Ende das ich jemals auf der Alm gesehen habe. Ich hatte von Anpfiff bis Abpfiff einen Puls von mindestens 100 Schlägen pro Minute. Zwischendurch deutlich darüber. Es war an Spannung nicht zu überbieten. Immer wieder bin ich von meinem Sitz aufgesprungen und habe mir die Kehle aus dem Leib gebrüllt. Aber es hat nicht gereicht. In der sprichwörtlich letzten Sekunde schießt sich Darmstadt in und uns aus der 2. Bundesliga. Willkommen zurück in Liga 3.

Relegation 2014

Arminia hat sich mit letzten Kräften in die Relegation retten können. Durch einen hart erkämpften Sieg in Dresden, gelang der kleine aber wichtige Sprung auf Platz 16 der Tabelle. Jetzt dürfen sie noch mal ran. Genaugenommen dürfen sie noch zwei mal ran. Gegen Darmstadt. Das Hinspiel heute werde ich aufgrund von Feierlichkeiten leider nicht sehen können. Das Rückspiel am Montag werde ich aber im Stadion genießen. Block F, Reihe 8. Auf geht’s Arminia! #drinbleiben

VNV Nation

Ich nenne es „Future-Pop mit technoiden Einschlägen“ und mag es sehr. Gestern waren wir auf einem Konzert im Ringlokschuppen zu Bielefeld. Großartig!

Die Stimmung war – für ostwestfälische Verhältnisse – phänomenal. Das Publikum klatsche Ronan Harris und „Band“ zwei mal zurück auf die Bühne. Alle großen und kleinen Hits wurden gespielt. Und eine farbenprächtige Lightshow untermalte den gelungen Abend.

VNV Nation – definitiv eine Live-Band!

Carlmeyer

Keine Ahnung wer das ist oder war. Auf jeden Fall trägt eine Straße in Bielefeld diesen Namen. Und in dieser Straße wohne ich jetzt. Noch nicht ganz eingerichtet, aber es wird. Am Wochenende helfen mir meine Brüder die letzten Sachen aus der alten Wohnung zu holen. Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der anschließenden Grillung auf dem neuen Balkon. Mit Blick auf die Sparrenburg.

Buchvorstellung

Das muss ich jetzt aber auch noch mal schnell loswerden. Mein lieber Freund Sacha Brohm hat ein neues Buch herausgebracht und möchte Euch ein bisschen daraus vorlesen. Wer also am kommenden Samstag Zeit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Alle relevanten Informationen zu diesem Ereignis gibt es auf seiner Homepage.