Lieblingsbild 2017

Wie für 2016 habe ich auch diesmal alle Bilder vom letzten Jahr durchgeschaut, um mein Lieblingsbild 2017 zu küren. Wieder ist es ein Handyfoto und wieder ist es auf einer Anomalie entstanden.

Und auch wenn ich mit meiner D7200 wieder viele, viele schöne Fotos gemacht habe, so ist doch der spontane, von einer Smartphonekamera eingefangene Moment, immer wieder für ein Lieblingsbild gut.

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Stockholm (Schweden)

Google Pixel XL (HTC)     f/2     1/831     4.67 mm     ISO 50     Filter manuell (GooglePhotos)

Heimische Fotosafari

Vor einigen Wochen war ich auf heimischer Fotosafari mit Torsten Reuter. Unser Ziel: die Kraniche im Rehdener Geestmoor und der näheren Umgebung, bis hin zum Dümmer. Wir fuhren früh los, um den Aufbruch der Tiere in die umliegenden Futtergebiete nicht zu verpassen. Ein faszinierendes Ereignis.

Rehdener Geestmoor

Das Rehdener Geestmoor ist ein klassisches Hochmoor, wie wir es alle kennen und Teil der Diepholzer Moorniederung im Naturpark Dümmer. Das Gebiet umfasst 1.786 ha, wovon 1.157 ha als Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden.

Im Schutze dieses Moores verbringen Tausende und Abertausende von Kranichen, Gänsen und anderen Wasservögeln die Nacht. Doch sobald die Sonne aufgeht, setzt sich ein riesiger Schwarm in Bewegung. Die Tiere fliegen die umliegenden Wiesen und Felder zur Nahrungsaufnahme an, fressen sich satt und kehren bei Sonnenuntergang wieder zurück ins Moor zu ihren Schlafstätten.

Leider hatten wir wenig Glück in die Nähe von Kranichen zu kommen. Eine Fluchtdistanz von gut 300 Metern und mehr, macht Porträtaufnahmen dieser majestätischen Vögel nahezu unmöglich. In den Maisfeldern ringsherum wollten wir uns wegen der Temperaturen nicht auf die Lauer legen, zumal ich auch mit einer Erkältung zu kämpfen hatte.

Oppenweher Moor

Das Oppenweher Moor ist ebenfalls Teil der Diepholzer Moorniederung. Es ist mit rund 870 ha nur etwa halb so groß wie das Rehdener Geestmoor und liegt auf der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Hier hatten wir leider noch weniger Glück. Alle Vögel waren bereits ausgeflogen. Nur ein einsamer Zwergtaucher fischte in einem kleinen Moorteich vor uns nach Fischen.

Dümmer

Der Dümmer See ist ein 12,4 km² großer See mit einer maximalen Tiefe von 1,5 Metern. Er ist damit der 2. größte See in Niedersachsen, nach dem Steinhuder Meer. Frisches Wasser bezieht er aus der Hunte, die durch ihn hindurch, quer durch Niedersachsen, bis nach Oldenburg fließt und schließlich in die Weser mündet.

In den Wiesen rings um den Dümmer haben wir kaum Kraniche angetroffen. Dafür aber allerlei andere Vögel wie Mäusebussard, Turmfalke, Silberreiher, diverse Gänsearten, Star, Kiebitz, diverse Schnepfenvögel die ich aufgrund der Entfernung nicht näher bestimmen konnte und Schwäne. Leider bekamen wir die dort angesiedelten Seeadler nicht zu sehen.

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Die Tour zum Naturpark Dümmer hat mir, obwohl ich nicht ganz auf der Höhe war, sehr viel Spaß gemacht. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Die Landschaft ist wunderschön und die Tierwelt artenreich. Wenn man sich ein wenig auf die Lauer legt, bekommt man bestimmt noch viel, viel mehr zu sehen. Und da wir dort oben Verwandschaft haben, ist es auch gut möglich, dass ich demnächst häufiger mit der Kamera im Gepäck ins Moor fahren werde.

Die Fotos im Album sind teilweise geschnitten und ein bisschen mit Google Photos bearbeitet. Insgesamt aber kaum verändert. Beim Upload von Serienbildern entsteht automatisch ein animiertes GIF. Diese habe ich am Ende des Albums gesammelt.

Naturfotografie

Mit diesem Thema wollte ich mich schon lange intensiver befassen, aber so richtig geklappt hat das bisher nicht. Jetzt war ich das erste Mal mit meiner Ausrüstung bei den Rieselfeldern in Windel. Mein Einstieg in die Naturfotografie.

An der biologischen Station Gütersloh/Bielefeld angekommen, schnallte ich mir meinen Rucksack um und ging erstmal in die falsche Richtung. Denn nach rund 250 Metern lief ich die doch recht stark befahrene Postheide entlang. Nix mit Natur. Nur viele Autos. Also wieder zurück. Einmal die große Runde um das Naturreservat.D72_5108

Mit dem kleinen Objektiv bekam ich die auf dem Teich paddelnden Enten und Gänse nur mäßig gut auf’s Bild. Deshalb mussten zunächst andere Frühlingsboten für ein Foto herhalten.

Aber nachdem ich auf der anderen Seite des Areals angekommen war, drehte ich das große Objektiv an die Kamera. Denn um mich herum zwitscherte und raschelte es überall. Kleiber, Buchfink, Kohlmeise. Alle waren eifrig damit beschäftigt, das andere Geschlecht auf sich aufmerksam zu machen. Frühling halt.

Und dann weckte ein etwas größerer, bunterer Vogel meine Aufmerksamkeit. Ein Buntspecht. Doch immer wenn er ein schönes Motiv abgab, versteckte er sich hinter vielen Sträuchern mit vielen kleinen Ästen. Schwierig da den richtigen Moment zu erwischen. Zumal ich ohne Stativ unterwegs war und das Licht auch nicht gerade hilfreich war. Die Sonne versteckte sich immer wieder hinter ein paar Wolken. Letztendlich ist mir aber dann doch noch dieses eine recht brauchbare Foto gelungen.

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Insgesamt war die Ausbeute aufgrund von Licht und fehlendem Stativ bis hier hin eher mau. Also wieder zurück zum Auto. Und als ich gerade meine Sachen wieder einpacken wollte, sah ich einen anderen Hobbyfotografen am Teich stehen.

Mit seiner riesigen Ausrüstung – Nikon D500 und AF-S Nikkor 600mm  1:4E – hatte er etwas interessantes entdeckt. In den Uferböschungen um den großen Teich saß ein Nutria, eine große Biberratte, und putzte sich den Pelz. Gleich daneben saßen Reiher, Graugans und Stockente, sodass ich beschloss, noch ein wenig zu bleiben. Auch die Sonne schaffte es ein bisschen zwischen den Wolken durchzuscheinen. So gelang mir sogar noch die ein oder andere freihändig geschossene Aufnahme.

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Irgendwann zwang mich mein Hunger zum Aufbruch. Aber das Gebiet Rieselfelder in Windel war ein schöner Ausflug in die Natur und meine erste Erfahrung in Sachen Naturfotografie. Von hier aus kann es damit weitergehen. Den Tipp für das größte private Naturschutzprojekt im Großraum Bielefeld in Windelsbleiche habe ich übrigens aus dem Naturfotografie Blog von Timo. Danke dafür.

Von meinen rund 150 geschossenen Fotos, haben es gerade mal 30 ins Album geschafft. Wie gesagt, schlechtes Licht, eine zittrige Hand und überhaupt das erste Mal mit dieser Ausrüstung im Gelände. Da ist also noch viel Luft nach oben. Noch dazu fehlen mir die nötigen Instrumente zum Bearbeiten von Fotos. So habe ich die jpeg-Dateien dem automatischen Google Photos Filter überlassen und noch dazu größtenteils am Smartphone bearbeitet.

Lieblingsbild 2016

Ich bin alle meine Fotos von 2016 durchgegangen, um daraus mein Lieblingsbild zu küren. Das waren nicht wenige. Und obwohl ich mit meiner D7200 viele schöne Fotos gemacht habe, hat es doch ein ganz einfaches, unscheinbares Handyfoto auf Platz 1 geschafft. Wie ich bereits erwähnte, hat mich Sofia nachhaltig beeindruckt. Und es scheint immer noch zu wirken.

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Sofia (Bulgarien)

Nexus 6P (Huawei)     f/2     1/2020     4.67 mm     ISO 60     Filter Alpaca (GooglePhotos)

D7200

Lange habe ich mit mir gerungen, eine neue DSLR anzuschaffen. Meine 6 Jahre alte D60 war mir längst „zu klein“ geworden. Sie hat mir aber gute Dienste als Einstieg in die Fotografie geleistet. Ende März war es dann endlich so weit. Ich bin nun stolzer Besitzer einer Nikon D7200.

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Ausgepackt. Eingeschaltet. Draufgehalten. Das Ergebnis war beeindruckend. Ohne jede Voreinstellung, nur auf Programmautomatik, lieferte die Nikon schon ordentlich ab. Leider standen mir zunächst nur die Katzen als Motiv zur Verfügung. Aber das Internet ist ja immer wieder dankbar für neuen Cat Content.

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Ich habe die Kamera jetzt schon ein, zweimal ausgeführt und bin immer wieder vom Ergebnis begeistert. Selbst bewegte Bilder bleiben mit der richtigen Einstellung extrem scharf. Der Autofokus der D7200 leistet hier wirklich gute Arbeit. So wie die Motive.

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Jetzt bin ich auch kein professioneller Fotograf und kann nur mäßig gut beurteilen, ob die Ergebnisse im Detail und bei den wichtigen Werten immer das Optimum darstellen. Aber ich kann für mich sagen, dass ich mir eine Kamera zugelegt habe, die vermutlich noch lange meinen Ansprüchen genügen wird. Hinzu kommen kleine Spielereien wie WiFi und NFC die auch den Kacknerd in mir befriedigen.

Aber wie das so ist, ich habe schon das nächste Teil auf meinem Wunschzettel stehen. Ich spare jetzt auf ein Telezoom-Objektiv. Es soll entfernte Motive näher ran holen, damit ich weniger laufen muss. Man wird ja schließlich nicht jünger.

Spiegelreflex

Ich wollte schon immer so ein Ding haben. Jetzt nach der Con weiß ich auch wieder warum. Es wurden soviele schöne Bilder gemacht, an die meine kleine IXUS einfach nicht herankommt. Was natürlich auch kein Wunder ist.

Mich fasziniert vor allem das Spiel mit der Tiefenschärfe. Wie man Motive hervorheben kann, den Rest der Welt quasi ausblendet. So entstehen immer wieder Bilder die mehr sind als nur eine Momentaufnahme. Sie legen den Fokus auf ein Objekt und damit auf seine Geschichte. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte.

Dieses Bild ist jetzt kein Beispiel für das was ich eigentlich sagen wollte. Dieses Bild zeigt einfach nur Daumen hoch. Daumen hoch für das gesamte Wochenende. Für die Organisation, für das Szenario, für die Versorgung und natürlich auch für die gemachten Fotos.